Von Fortschritten beim Schutz der Weltmeere über neue Modelle für eine bessere medizinische Versorgung bis hin zu arabischen Frauen auf Comedy-Bühnen: Hier kommt der lösungsorientierte Nachrichten-Überblick, zusammengestellt von unserem Partner Squirrel News.
Bisher gab es keine rechtliche Grundlage für den Schutz der internationalen Gewässer auf hoher See. Das Hochseeschutz-Abkommen der Vereinten Nationen ändert das. Seit Anfang Januar ist es in Kraft. Ein Meeresbiologe spricht von einem „Jahrhundert-Abkommen“.
Müll aus dem Meer zu filtern, ist kein Ansatz, mit dem sich das Plastikproblem dauerhaft lösen lässt. Die Organisation „The Ocean Cleanup“ bewirkt trotzdem viel: Im vergangenen Jahr hat sie 25.000 Tonnen Abfall aus den Ozeanen entfernt. Für die Zukunft hat sie noch deutlich größere Pläne.
Als erste Hauptstadt der Welt hat Amsterdam im öffentlichen Raum Werbung für Fleisch sowie Produkte und Dienstleistungen aus fossilen Energien verboten – etwa für Kreuzfahrten, Flugreisen oder Dieselautos. Amsterdam folgt damit anderen niederländischen Städten wie Den Haag, wo bereits ähnliche Verbote gelten.
Zürich führt eine kostenlose medizinische Grundversorgung für Menschen ohne Krankenversicherung ein. Die Erfahrung aus einem fünfjährigen Pilotprojekt zeigt, dass der Ansatz die Gesundheitskosten langfristig sogar senkt, da Krankheiten früher behandelt werden.
Ein Hausarzt aus Olpe und ein Berliner Psychologe haben einen neuen Beruf erfunden: Die Digitale Hausärztliche Versorgungsassistenz (DIHVA) besucht Patienten auf dem Land, wertet medizinische Daten per KI aus und leitet sie an Ärzte weiter. Die ersten Personen werden bereits darin ausgebildet.
Der Mangel an Fachkräften ist auch in der Schweiz ein Problem. Ein Pflegedienst in Aargau zahlt deshalb eine Pauschale von 150 Franken, wenn Angestellte spontan für kranke Kolleginnen einspringen. Die Kosten für Zeitarbeitskräfte sind seitdem um 75 Prozent gesunken. Zudem bringe der Ansatz „Ruhe in den Betrieb“.
Die Zahl der Tötungsdelikte in London ist in den vergangenen zehn Jahren deutlich gesunken. Bei jungen Menschen war der Rückgang besonders groß. Mittlerweile ist die britische Hauptstadt statistisch sicherer als viele andere Großstädte.
Weil zu viele Erstklässler noch nicht richtig Deutsch können, hat Hessen für Kinder mit Sprachdefiziten verpflichtende Vorlaufkurse eingeführt. Nun zieht das Kulturministerium eine positive Bilanz: Rund 95 Prozent der Kinder schaffen danach den Sprung in die erste Klasse.
Wer ein Tier kauft, ohne sich damit auszukennen, riskiert viel Leid und unbezahlbare Kosten. Einige Tierärzte fordern deshalb einen „Tierführerschein“. Niedersachsen und Österreich haben bereits einen „Hundeführerschein“ eingeführt. Bremen zieht im Sommer nach.
Stachellose Bienen zählen zu den wichtigsten Bestäubern des Amazonas. Doch ihre Zukunft ist zunehmend gefährdet. In zwei Regionen Perus haben die Tiere nun als erste Insektenart der Welt eigene Rechtsansprüche erhalten.
Diktaturen machen oft besonders umweltschädliche Politik. Doch China will umsteuern. Nun haben neun Behörden einen 20-Punkte-Plan für den Übergang zu einer grünen Wirtschaft vorgelegt: von umweltbewusstem Konsum über Carsharing bis hin zu kurzen Lieferketten.
In vielen lokalen Gemeinschaften Afrikas begegnet man Fremden mit Misstrauen. Stammesführer jedoch genießen hohes Ansehen. In Ghana wurden deshalb Umwelthäuptlinge ernannt, um lokale Ökosysteme besser zu schützen. In einigen Gemeinden hat sich dadurch viel verbessert.
Mit einem zehn Millionen Euro schweren Entsiegelungsfonds will Thüringen versiegelte Flächen der Natur zurückgeben. Den Anfang sollen Grundstücke in öffentlichem Besitz machen, wie Gewerbebrachen oder ungenutzte Parkflächen.
Aus dem stillgelegten Downsview Airport im Nordwesten Torontos soll eine nachhaltige Stadt für 50.000 Menschen werden. Die zwei Kilometer lange Landebahn bleibt dabei als Fußgängerpark erhalten. Zudem sollen heimische Wälder nachgebildet und Zugvögel wieder angelockt werden.
Während das Bauen mit Beton immer teurer wird und viel CO2 freisetzt, stehen in Deutschland jedes Jahr bis zu 13 Millionen Tonnen Strohreste zur Verfügung. Eine Forscherin in Weimar entwickelt daraus und aus ähnlichen Reststoffen nachhaltige Bausteine. Das erste Modellhaus ist bereits in Planung.
Reifenabrieb von Fahrzeugen sorgt für große Mengen an Mikroplastik in der Umwelt. In Kopenhagen wurde deshalb ein neues Filtersystem für Straßengullys getestet, das viele Partikel mit Hilfe eines Edelstahl-Drahtgewebes abfängt.
Studierende in den Niederlanden haben ein Elektroauto gebaut, das Besitzer einfach zerlegen und reparieren können. Per USB-C-Kabel lässt sich ein Smartphone mit dem Fahrzeug verbinden, um eine Diagnose-App zu starten. Anschließend zeigt ein 3D-Modell des Fahrzeugs das defekte Bauteil an.
Elektroautos gelten als sauberste Alternative zum Verbrenner. Dabei wird ein noch klimafreundlicheres Fahrzeug oft vergessen: das E-Bike. Studien zeigen: E-Bikes sparen mehr Ressourcen, verursachen viel geringere CO2-Emissionen und beschleunigen die Verkehrswende stärker als die Elektrifizierung des Autoverkehrs.
Kinder, Schüler, Studierende und Menschen über 65 dürfen in Kroatien bereits kostenlos Bahn fahren. Seit Anfang Januar gilt das Gratis-Angebot auch für Menschen mit Behinderung.
Die Schüler einer fünften Klasse in Wentorf bei Hamburg bekommen kein Smartphone, auch nicht in ihrer Freizeit. Nach einem halben Jahr zeigen sie sich zufrieden mit dem Versuch und erklären, was sich verbessert hat: von mehr Bewegung bis zu besserem Austausch in der Freizeit.
Als Sanem Kleff 1999 das Projekt „Schule ohne Rassismus“ übernahm, machten 34 Schulen mit und es stand kurz vor dem Aus. Heute sind es 5.000. Im Interview erzählt die scheidende Direktorin, wie sie als Kind nach Deutschland kam, wie sie das Projekt auf die Erfolgsspur brachte und worauf es im Kampf gegen Rassismus ankommt.
Beim Umzug in eine neue Stadt ist es oft mühsam, neue Freunde zu finden. So ging es auch Boran Bogdanow. Mit seiner App Groopia will er nun einsamen Menschen helfen, Gleichgesinnte zu finden. Anschließend bringt die App Gruppen von drei bis acht Personen zusammen.
Eine schwedische Musiklehrerin hat sich ein Ertüchtigungsprogramm für Seniorinnen ausgedacht: Beim „Tanten-Parcours“ nutzen sie den öffentlichen Raum zum Springen, Steigen, Rutschen und Balancieren. Eine Expertin lobt die Wirkung des Ansatzes auf die Gesundheit. Und auf Instagram folgen schon mehr als 50.000 Menschen dem Kanal.
Istanbuls neue Stadtteilkantinen bieten gutes Essen für wenig Geld. Erdacht für Arbeiter und Studierende, und subventioniert von der Stadtverwaltung, sind sie mittlerweile auch bei älteren Menschen sehr beliebt. Die Kantinen sind ein Grund dafür, warum der mittlerweile inhaftierte Bürgermeister İmamoğlu so populär ist.
In Pakistan sind Frauen in vielen Bereichen stark unterrepräsentiert, auch im Tourismus. Doch neuerdings bieten Unternehmerinnen eigene Touren für Frauen an. Sie sollen ein anderes Bild des Landes zeigen, das sonst meist mit Terror und Armut in Verbindung gebracht wird.
Immer mehr Frauen aus dem Nahen Osten feiern Erfolge als Comedy-Künstlerinnen. Auf der Bühne können sie Themen wie Ehe, Anstand und doppelte Standards ohne großes Risiko ansprechen und weiblichen Anliegen mehr Sichtbarkeit verschaffen.
Best of Januar: 25.000 Tonnen Meeresmüll entfernt, kostenlose Arztbesuche 1
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