Havarien in der Nord- und Ostsee sind in den letzten 30 Jahren stark zurückgegangen; ein Forschungsteam aus Freiberg hat ein Verfahren erfunden, um braunes Glas nur mit Strom herzustellen; und ein Softwareentwickler vermittelt jungen Menschen in Kenias größtem Slum neue Perspektiven durch klassisches Ballett: Unsere neue Ausgabe ist da
Das gemeinsame Havariekommando der norddeutschen Küstenländer überwacht Verunreinigungen in deutschen Seegebieten. Dabei stößt es nach eigenen Angaben heute dreimal seltener auf Verschmutzungen als noch vor 30 Jahren. Ein Grund dafür dürfte die kontinuierliche Überwachung sein.
Indigene Gruppen und Umweltverbände in Brasilien haben sich erfolgreich gegen Pläne der Regierung gewehrt, Wasserwege in der Amazonas-Region für große Schiffe auszubauen. Ein entsprechendes Dekret zog die Regierung um Staatspräsident Lula zurück.
In Großbritannien hat erstmals eine Frau ein Kind zur Welt gebracht, nachdem ihr die Gebärmutter einer verstorbenen Spenderin eingesetzt worden war. „Ich finde keine Worte, um meiner Spenderin und ihrer Familie genug zu danken“, erklärte sie anschließend. In ganz Europa ist es erst der dritte Eingriff dieser Art.
Im Saarland können rund 30 Prozent der Kinder bei ihrer Einschulung nicht ausreichend Deutsch sprechen. Um das zu ändern, sollen Kinder mit erheblichem Bedarf im Jahr vor der Einschulung gezielt gefördert werden – mit bis zu 15 Stunden Sprachunterricht pro Woche.
Das Schmelzen von Glas ist enorm energieintensiv. Um die nötigen Temperaturen von bis zu 1.500 Grad Celsius zu erreichen, wird bisher meist Erdgas genutzt. Ein Forschungsteam aus Freiberg hat nun ein Verfahren entwickelt, in dem dafür ausschließlich Strom genutzt werden kann.
„Haie sind für gesunde Ozeane unerlässlich, doch Arten wie der Weiße Hai sind nach wie vor wenig erforscht“, schreibt das Team des Forschungsprojekts Global Shark Tracker. Durch Peilsender macht es die Bewegungen von Haien, Delfinen und anderen Meerestieren öffentlich sichtbar, so dass sie besser geschützt werden können.
Vor knapp 100 Jahren wurde der letzte Wisent im Kaukasus abgeschossen. Ein internationales Artenschutzprojekt bringt die Tiere nun in ihre alte Heimat zurück. Ihr Ziel ist der Shadagh-Nationalpark in den kaukasischen Bergen.
Jahrtausende lang waren Zwangsarbeit und Sklaverei weit verbreitet. Eine neue Grafik zeigt, wie sehr die Praxis in den vergangenen 200 Jahren zurückgegangen ist. Während 1789 noch 165 Staaten im großen Stil auf Zwangsarbeit setzten, waren es 2024 nur noch neun. (Beitrag auf Englisch)
In der Region Turkana in Kenia mangelt es an Essen, Wasser und Schulen. Doch hier steht auch ein moderner IT-Campus. Stephen Lose hat die Ausbildung durchlaufen und arbeitet jetzt als Webdesigner. Sein Homeoffice hat er im Freien, der Strom kommt aus Solarmodulen. Für viele Hirtenfamilien ist er ein Vorbild.
Mitten in Kibera, einem der größten Slums von Nairobi, hat Mike Wamaya eine Tanzschule gegründet, in der Kinder klassisches Ballett lernen können. Das Projekt finanziert er auch über seine Softwarefirma. Jungen Menschen mit schlechten Chancen will er damit Mut und neue Perspektiven geben.
Weniger Verschmutzung in Nord- und Ostsee, CO2-neutrales Glas 1
Bitte unterstützt uns!
Squirrel News ist gemeinnützig und finanziert sich hauptsächlich aus Spenden. Mit einem regelmäßigen Beitrag helft ihr uns, weiterhin die besten konstruktiven Nachrichten zu finden!