Der Ausbau der Windkraft hat wieder Fahrt aufgenommen; ein Filtersystem fängt Reifenabrieb von Straßen auf; und eine Einspringpauschale für Angestellte hilft einem Schweizer Pflegedienst „Ruhe in den Betrieb“ zu bringen: Hier kommt der lösungsorientierte Nachrichten-Überblick, zusammengestellt von unserem Partner Squirrel News.
Im vergangenen Jahr wurden auf dem deutschen Festland 958 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 5.232 Megawatt neu installiert. Nur 2017 waren es noch mehr. Der starke Zuwachs liegt auch an schnelleren Genehmigungen. 2026 soll noch mehr Leistung hinzukommen.
Reifenabrieb von Fahrzeugen sorgt für große Mengen an Mikroplastik in der Umwelt. In Kopenhagen wurde deshalb ein neues Filtersystem für Straßengullys getestet, das viele Partikel mit Hilfe eines Edelstahl-Drahtgewebes abfängt.
Neue LED-Lampen haben die Lichtverschmutzung durch Straßenbeleuchtung in Wien seit 2015 um 75 Prozent reduziert. Dies hilft nicht nur vielen Tieren, sondern macht auch die Sterne am Himmel besser sichtbar. Bis 2028 soll die Umrüstung vollständig abgeschlossen sein.
Auf den Straßen Roms sind 2025 mehr als dreimal so viele Menschen durch Unfälle gestorben wie in Berlin. Im historischen Zentrum hat die Stadt deshalb Tempo 30 eingeführt. Mittelfristig soll die Begrenzung auf 70 Prozent der Straßen Roms eingeführt werden.
Ein Team der ETH Zürich entwickelt aus Blaualgen ein Baumaterial, das der Atmosphäre CO2 entzieht und es in Gebäuden speichert. In Zukunft soll das Gel als Beschichtung für Gebäudefassaden zum Einsatz kommen.
Der Mangel an Fachkräften ist auch in der Schweiz ein Problem. Ein Pflegedienst in Aargau zahlt deshalb eine Pauschale von 150 Franken, wenn Angestellte spontan für kranke Kolleginnen einspringen. Die Kosten für Zeitarbeitskräfte sind seitdem um 75 Prozent gesunken. Zudem bringe der Ansatz „Ruhe in den Betrieb“.
Der Osten der Türkei ist konservativ und religiös geprägt; zudem gibt es wenige Arbeitsmöglichkeiten. Einige Frauen häkeln deshalb Sommer- und Bademode für Touristinnen, um finanziell unabhängig zu werden. Ihre Stücke werden sogar von Prominenten in Hollywood getragen.
Japan ist der einzige G7-Staat, der die gleichgeschlechtliche Ehe nicht voll legalisiert hat. Kodo Nishimura will das ändern. Als offen homosexueller Mönch hält er Vorträge vor Hunderten von Menschen und erklärt, wie sein Lebensstil zum Buddhismus passt.
Es begann als utopisches Experiment: Eine kostenlose, werbefreie Website, die jeder bearbeiten kann. Mittlerweile ist Wikipedia eine globale Instanz mit fast 130 Millionen Besuchern täglich und ein „Glücksfall“, der sich dem „Enshittification Cycle“ entzogen hat.
Indigene Sprachen sind weltweit vom Aussterben bedroht. In den USA könnten bis 2050 nur noch rund 20 übrig sein. Der auf der Schulter sitzende Roboter “SkoBots” soll Kindern spielerisch traditionelle Sprachen beibringen und kulturelles Wissen vermitteln.
Zweitbestes Jahr für Windkraft-Ausbau, Gully-Filter für Reifenabrieb 1
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